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Orts-, Regional- und Landesplanungabgeschlossene Forschungsprojekte

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Abgeschlossene Forschungsprojekte

Moro-Vorstudie „Zusammenarbeit von Regionalplanung und Netzbetreibern bei der Planung regionaler Stromverteilnetze“

Kurzbeschreibung:

Der Ausbau der Stromnetze, sowohl auf der Ebene des Übertragungsnetzes als auch auf der Ebene des Verteilnetzes, ist für das Erreichen der energiepolitischen Zielsetzungen der Bundesrepublik Deutschland von essenzieller Bedeutung. Die flächenbezogenen Anforderungen des Netzausbaus führen zu veränderten Raumnutzungsstrukturen und vor diesem Hintergrund zu Raumnutzungskonflikten, welche von den Verteilnetzbetreibern im Rahmen ihrer Aus- und Umbauten des Verteilnetzes zu bewältigen sind. Raumnutzungsentscheidungen, wie sie grundlegend und weit reichend durch die Raumplanung getroffen werden, müssen ihrerseits den durch den Netzausbau veränderten Raumnutzungsstrukturen Rechnung tragen. In diesem Zusammenhang wird in der Moro-Vorstudie die Interaktion von Regionalplanung und Netzbetreibern bei der Planung regionaler Stromverteilnetze untersucht. Mithilfe von Interviews sowohl mit Verteilnetzbetreibern als auch mit Trägern der Regionalplanung sowie darüber hinaus mit einer schriftlichen Befragung werden der gegenwärtige Zustand der Zusammenarbeit zwischen Verteilnetzbetreibern und der Regionalplanung in Bezug auf Kooperations- und Abstimmungsroutinen einschließlich der dabei verwendeten Planungs-, Abstimmungs-, und Sicherungsinstrumente bzw. Gründe für ihre Nichtanwendung erforscht. Ziel des Forschungsprojektes ist es, Ansätze zur Durchführung von Modellvorhaben abzuleiten. In einem abschließenden Workshop werden die Ergebnisse der Vorstudie und des Modellansatzes präsentiert und erörtert.

(Im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI))

Projektlaufzeit 01/2015 – 02/2016

Bearbeitet von:

Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Stephan Mitschang, Technische Universität Berlin

B. Sc. Carla Bormann, Technische Universität Berlin, Studentische Mitarbeiterin
Caro Wulf, Technische Universität Berlin, Studentische Mitarbeiterin
Alexander Kalus, Technische Universität Berlin, Studentischer Mitarbeiter

 

Nachhaltiges Landmanagement - Kooperation Wissensmanagement 

Kurzbeschreibung:

Zielsetzung der Kooperation ist die Konzeptionierung und Umsetzung von Online-Lernmaterialien für eine zu etablierende Wissensplattform im Kontext thematisch fokussierter Seminar- und Weiterbildungsveranstaltungen im Rahmen des wissenschaftlichen Begleitvorhabens (Modul B) des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. zum nachhaltigen Landmanagement.
Im Rahmen der Kooperation werden Ergebnisse aus Verbundprojekten des Modul B zum nachhaltigen Landmanagement aufbereitet und Online-Lernmaterialien für die primäre Zielgruppe regionaler und kommunaler Entscheidungsvorbereiter und -träger sowie die Vertreter weiterer öffentlicher Einrichtungen mit Bezug zum Landmanagement entwickelt.

Projektlaufzeit:  - 08/2015

Im Auftrag des Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. und dem Institut für Stadt- und Regionalplanung der Technischen Universität Berlin.

Bearbeitet von:
Stephanie Ponczek, Technische Universität Berlin

in Kooperation mit:
PD Dr. Thomas Weith, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.
Christian Strauß, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.

 

Forschungsprojekt: Leitfaden Windeignungsgebiete 

Beseitigung planungsrechtlicher Hindernisse bei der Ausweisung neuer Eignungsgebiete für die Windenergie an Land

Kurzbeschreibung:

Zielsetzung des Projektes ist es, für die vermeidbaren Hemmnisse beim Ausbau der Windenergienutzung an Land in Deutschland praxis- und umsetzungsorientierte Lösungsansätze zu formulieren. Durch die Analyse von Fallstudien und die Durchführung von Experteninterviews sollen "good practice" Beispiele für die Ausweisung von Windenergiegebieten in der gesamträumlichen Planung zusammengetragen und als Leitfaden für die Ausweisung von Windeignungsgebieten von Ländern und Kommunen aufbereitete werden. Die Verwendbarkeit der Lösungsansätze wird durch eine enge Verzahnung des Projekts mit Bund, Ländern und Kommunen gewährleistet.

Projektlaufzeit: 09/2011 - 09/2013

Im Auftrag des Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Bearbeitet von:

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Stephan Mitschang, Technische Universität Berlin
Dr.-Ing. Tim Schwarz, Technische Universität Berlin

in Kooperation mit:
Prof. Dr. Johann Köppel, Technische Universität Berlin, Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, Fachgebiet Umweltprüfung und Umweltplanung



Erfahrungsaustausch Europäisches Städtebaurecht

Das nationale Planungsrecht, insbesondere das flächenbezogene Städtebaurecht ist in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich von gemeinschaftsrechtlichen Vorgaben geprägt worden. Davon zeugen nicht nur die letzten umfangreichen Novellen des Baugesetzbuchs in Reaktion auf die SUP-Richtlinie, sondern auch zahlreiche gerichtliche Entscheidungen, in denen dem artenschutzrechtlichen Gemeinschaftsrecht zur Geltung verholfen wurde. Angesichts der verfahrens- und materiellrechtlichen Vorgaben des Gemeinschaftsrechts ist fraglich, welche nationalen Spielräume bestehen bleiben, um den Herausforderungen an die Städtebauplanung sachgerecht zu begegnen. Einerseits gilt es, insbesondere die Innenentwicklung zu unterstützen und durch weitere Vereinfachungen zu einer beschleunigten Umsetzung dieser Zielsetzung, auch vor dem Hintergrund der Folgen der Finanzkrise, vor allem durch eine kostengünstige Heranziehung der innerstädtischen Flächenressourcen beizutragen. Andererseits werden an das Städtebaurecht umwelt- und naturschutzbezogene Anforderungen gestellt, insbesondere in Bezug auf den Klima- und den Artenschutz, sodass es unter Auslotung der zur Verfügung stehenden rechtlichen und fachlichen Spielräume darauf ankommt, beiden Anforderungen Rechnung zu tragen. Aus diesem Grund wurde im Rahmen des Forschungsprojektes ein Erfahrungsaustausch initiiert, bei dem anhand typischer städtebaulicher Situationen aufgezeigt werden konnte, wie die Mitgliedstaaten (unter Beachtung der für alle gleichen gemeinschaftsrechtlichen Vorgaben) auf bestimmte städtebauliche Erfordernisse reagieren. Ziel dabei war die Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Strategien der einzelnen Mitgliedstaaten. So können entwickelte Spielräume erkannt und ermittelt werden, die sich gerade in der Innenstadtentwicklung mit ihren vielfältigen sozialen, ökologischen, ökonomischen und rechtlichen Wechselwirkungen auch unter Beachtung artenschutzrechtlicher Vorgaben eröffnen. Zugleich konnte aufgezeigt werden, auf welchen Wegen eine nachhaltige Klimapolitik im Bereich des Städtebaus in den Mitgliedstaaten erreicht werden kann.

Projektlaufzeit 10/2009 - 10/2010

Im Auftrag des Bundesamtes für Bauwesen und Raumentwicklung (BBR)

Bearbeitet von:
Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Battis, Humboldt Universität zu Berlin
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Stephan Mitschang, Technische Universität Berlin
Prof. Dr. jur. Christian-W. Otto, Technische Universität Berlin
Dr.-Ing. Tim Schwarz, Technische Universität Berlin



Machbarkeitsstudie Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Stahlwerke Riesa

Die Große Kreisstadt Riesa beabsichtigt die Durchführung einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme gemäß § 165 BauGB in einem gewerblich-industriell genutzten Gebiet zwischen dem Riesaer Hafen und dem Verlauf der Bahnlinie Leipzig-Dresden im Stadtteil Gröba.
Gegenstand der Maßnahme ist die städtebauliche Neuordnung eines ca. 5,6 ha großen Bereichs zwischen Paul-Greifzu-Straße und Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH (ESF). Durch die Verlagerung einer Wohnbebauung südlich der Paul-Greifzu-Straße zwischen Haldenstraße und Uttmannstraße soll die Möglichkeit für die ESF GmbH geschaffen werden, ein Logistikzentrum zu errichten.
Durch diese Maßnahme soll der verkehrliche Anschluss des Stahlwerkes an den Riesaer Hafen sowie die Schiene und den Straßenverkehr verbessert und in einem Logistikzentrum gebündelt werden. In Verbindung mit der Aufstellung eines Bebauungsplans für dieses Vorhaben ist die Aufstellung von weiteren Bebauungsplänen vorgesehen, die planungsrechtlich die gewerblich-industriellen Nutzungen der ESF GmbH und weiterer Betriebe im Untersuchungsbereich auf einer Fläche von ca. 62,2 ha sichern sollen.

Um die verschiedenen Maßnahmen zügig und koordiniert durchführen zu können, hat die Stadt Riesa die Technische Universität Berlin beauftragt, in einer Machbarkeitsstudie die Anwendungsvoraussetzungen für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme nach § 165 BauGB im Untersuchungsgebiet zu prüfen. Sie trägt damit in verantwortungsvoller Weise den Anforderungen Rechnung, die an die Anwendung dieses Instruments des Besonderen Städtebaurechts gestellt werden.

Projektlaufzeit 1/2008 – 5/2008





Forschungsprojekt Flächennutzungsplanung Rehlingen-Siersburg – Entwicklung im ländlichen Raum unter Schrumpfungsbedingungen

Der demographische Wandel wird die Gemeinde Rehlingen-Siersburg künftig mit einem erheblichen Bevölkerungsrückgang und mit einer zunehmenden Überalterung der Bevölkerung konfrontieren. Diese demographischen und sozialen Veränderungen führen einerseits zu Leerständen im innerstädtischen Bereich, aber andererseits besteht weiterhin Nachfrage nach günstigem Bauland für Wohnen und Gewerbe im Freiraum.
Die Bauleitplanung steht hier vor neuen Herausforderungen. Strategien einer flächen- und ressourcenschonenden nachhaltigen Stadtentwicklung sind z. B. die Mobilisierung von Baulücken, Um- bzw. Wiedernutzung von städtebaulichen Brachen und leer stehenden Gebäuden, Modernisierung vorhandener Gebäudesubstanz, Anbindung von Wohngebieten und Arbeitsstätten an den ÖPNV, Sicherung wohnungsnaher Grundversorgung und innerstädtischer Wirtschaftsstandorte, Schaffung wohngebietsverträglicher Arbeitsplätze sowie Stärkung und Entwicklung innerstädtischer Zentren.
Ziel bei der Aufstellung des Flächennutzungsplanes ist es, die oben aufgezählten Strategien umzusetzen.





Stadtentwicklung – Rechtsfragen zur ökologischen Stadterneuerung

Vor dem Hintergrund des bereits stattfindenden Klimawandels ist der Klimaschutz eine der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Auch die Stadtentwicklung kann über die Schaffung der Voraussetzungen zur Erzeugung und Verwendung erneuerbarer Energien sowie zur Energieeffizienz einen Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und damit zum Klimaschutz leisten. Das Rechtsgutachten stellt dar, wie sich fachgesetzliche Anforderungen auf das Städtebaurecht auswirken und welche Notwendigkeiten bzw. Potenziale zur Weiterentwicklung im Sinne einer ökologischen Stadtentwicklung bestehen.
Projektlaufzeit: Januar 2009 - August 2009

Wurden Klimabelange im Städtebaurecht bislang als lokale oder regionale Faktoren betrachtet, ist mit dem EAG Bau 2004 auch der allgemeine Klimaschutz in § 1 Absatz 5 Satz 2 BauGB verankert worden. Klimaschutz und Energieeffizienz in der Stadtentwicklung können über verschiedene planerische Instrumente, wie Bauleitpläne oder durch städtebauliche Verträge erreicht werden. Konkrete Möglichkeiten bietet im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung der Festsetzungskatalog des § 9 Absatz 1 BauGB. Über die Anwendung und die Reichweite dieser Festsetzungsmöglichkeiten, die überwiegend bei Neuplanungen angewendet werden, bestehen jedoch in der Fachliteratur unterschiedliche Meinungen.

Das umfangreichste Potenzial zur Verwendung erneuerbarer Energien und zur Einsparung von Energie liegt jedoch im Bestand. Im besonderen Städtebaurecht, wie zum Beispiel der städtebaulichen Sanierungsmaßnahme oder dem Stadtumbau spielen Klimaschutz und Energieeffizienz aber bislang nur eine untergeordnete Rolle.

Mit dem Integrierten Energie- und Klimakonzept (IEKP) hat die Bundesregierung im Jahr 2007 ein Paket mit verschiedenen energie- und klimapolitischen Zielsetzungen verabschiedet, das auch mehrere Gesetzesvorhaben umfasst. Die bereits vorhandenen und auf der Grundlage des IEKP geplanten fachgesetzlichen Anforderungen zum Einsatz erneuerbarer Energien sowie zur Energieeffizienz haben auch gebietsbezogene Wirkungen, so dass sich hier Überschneidungen mit dem Wirkungsbereich des Städtebaurechts ergeben. In Verbindung mit den bereits vorhandenen Instrumenten und deren Regelungsmöglichkeiten wurde daher geprüft, wie sich die fachgesetzlichen Anforderungen auf das Städtebaurecht auswirken und welche Notwendigkeiten bzw. Potenziale zur Weiterentwicklung im Sinne einer ökologischen Stadtentwicklung bestehen.

Auftragnehmer des Forschungsvorhabens waren:
Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Battis, Berlin;
Univ.-Prof. Dr. Jens Kersten, München;
Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Stephan Mitschang, Berlin.

(Quelle: BBSR, ExWoSt, 2010)



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